Matratzen finden leicht gemacht – Exkurs für angehende Matratzenexperten

Mit der Wahl des Materials ist die Entscheidung für die richtige Matratze noch nicht gefallen. Im Gegenteil. Steht das Material fest, wird’s für den Laien erst richtig kniffelig. Damit Sie gut vorbereitet zum nächsten Matratzenkauf gehen können, folgt hier eine kleine Einführung in die Welt, die sonst den Matratzenkennern vorbehalten ist.

Raumgewicht: Das Raumgewicht ist eines der wichtigsten Qualitätskriterien. Eine hochwertige Matratze verfügt mindestens über ein Raumgewicht (RG) von 40 kg/cbm. Warum? Ganz einfach: Ein hohes RG verlängert die Lebensdauer der Matratze erheblich und sorgt für erstklassigen Schlafkomfort. Auch verfügen nur Matratzen mit einem hohen RG über die optimale Punkt- und Stützelastizität und die nötige Rückfederung.

Stauchhärte: Die Stauchhärte gibt Auskunft darüber, wie fest der Schaum ist. Oder anders gesagt: Sie verrät, wie der Schaum auf Belastung - die in diesem Fall das einwirkende Körpergewicht ist - reagiert. Je höher die Stauchhärte, desto druckresistenter ist der Schaum und desto schneller richtet er sich nach der Belastung wieder auf. Bei einem Körpergewicht von bis zu 85 kg empfiehlt sich eine Stauchhärte von 31 kPa. Bei einem Körpergewicht ab 85 kg eine Stauchhärte von 40 kPa.

Härtegrad: Stellt sich die Frage, wie hart die Matratze sein soll, kommt der Härtegrad ins Spiel. Die Definition des Härtegrades ist nicht einheitlich geregelt, die Angaben können je nach Hersteller variieren. Schlafen Sie lieber auf einer härteren Unterlage, dann achten Sie darauf, dass die Matratze einen hohen Härtegrad aufweist. Der Härtegrad ist nicht nur eine Frage der persönlichen Vorlieben, sondern auch eine des Körpergewichts. Härtegrad 1 (weich) ist optimal für ein Körpergewicht von bis zu 60 kg. Härtegrad 2 (mittel) empfiehlt sich bei einem Körpergewicht von bis zu 85 kg. Härtegrad 3 (fest) für ein Körpergewicht ab 85 kg. Raumgewicht und Stauchhärte stehen bei der Härtefrage ausnahmsweise nicht im Vordergrund. Auch eine Matratze mit hohem RG kann nämlich relativ weich sein.

Kernhöhe: Die Kernhöhe gibt darüber Auskunft, wie hoch der Schaumstoffkern im Inneren der Matratze ist. Oder anders gesagt: Je höher der Kern, desto mehr Schaumstoff wurde verwendet – und das merken Sie der Qualität an. Ein hoher Matratzenkern setzt der Belastung Formstabilität und Elastizität entgegen. Ein niedriger Kern macht da schnell schlapp. Wichtig: Die Kernhöhe ist nicht identisch mit der Gesamthöhe der Matratze!

Bezug: Erst der geeignete Matratzenbezug vervollständigt den perfekten Schlafkomfort. Bezüge aus Lyocell oder Frottee sorgen durch ihre Saugfähigkeit und ihre hautschmeichelnde Beschaffenheit für optimales Schlafklima – und schützen ganz nebenbei auch noch die Matratze.

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